Renzo Pasolini hat das Knie in den 19650ern auch schon rausgestreckt. Es hilft immer, die Masse nach innen zu verlagern, dadurch sind mit gleicher Schräglage höhere Kurvengeschwindigkeiten drin, oder bei gleicher Geschwindigkeit weniger Schräglage.
Das gilt durchweg für alle Motorräder. Hier muss man wie so oft immer das grundsätzliche Prinzip (=> Schwerpunkt nach innen/unten verlagern) und die sich daraus ergebenden zusätzlichen Veränderungen (weniger Schräglage => bei entsprechender Reifengeometrie grössere Auflagefläche) betrachten. Und bei der vergrösserten Auflagefläche gehts auch nicht um mehr Reibung, da spielt die Fläche eben keine Rolle, es geht darum, die Belastung auf eine grössere Fläche zu bringen und damit Hitze und Verschleiss über einen längeren Zeitraum im Griff zu haben. So am 1980 haben die Hinterreifen der 500er grade mal 6 bis 10 Runden gut funktioniert, dann gings nur noch Quer... Und das entwickelt sich dann alles weiter, Material wid besser,
Dann kommt noch hinzu: Wir haben kein Schräglagenerkennungsorgan. Um jetzt zuverlässig die Schräglage beim Fahren beurteilen zu können bleibt also nur die Fussspitze. Allerdings nutzt das bei hoch angebrachten Fussrasten auch nix, da kommen die Füsse nicht auf den Boden. Da hat sich das Knie rausstrecken und Bodenkontakt zum Schräglagenfühlen weiterentwickelt. Man sitzt halt in seiner persönlichen Standardposition beim Einlenken auf dem Moped, Arschhälfte auf Sitzbankkante, streckt das Knie dann im persönlichen Winkel so raus, dass man bis zum Bodenkontakt hemmungslos abwinkeln kann. Danach Schräglage mit Gefühl weiter vergrössern, so wie man sich wohl fühlt.
Man muss auch nicht Hanging-Off oder Elbow-Down fahren, um schnellzu sein.
Aber Spass machts schon. ![]()