Beiträge von Elwood1911

    Nunja, wenn mir jemand sagt, ich wäre nicht in der Lage Bremsbelagfading von ABS-Eingriff zu unterscheiden, das ist schon arg übergriffig. Wenn das Ganze dann auch noch in Form von an den Haaren herbeigezogenem Unsinns erfolgt, der keiner faktischen Überprüfung standhält, das muss man sich halt nicht gefallen lassen.


    Zudem ist es auch wichtig, diesem Unsinn und Marketinggewäsch auch keinen Raum zu lassen.


    Und nein, nicht jeder Nicht-Maschinenbauer hat keine Ahnung, solch einen Unsinn erzähle ich nicht. Nur sind Theorien, die jeglicher Physik widersprechen nicht haltbar. Darum gehts.

    Du windest Dich wie ein Aal im Salz. Kennste Clauseeitz? Nichts ist so schwer wie der Rückzug aus unhaltbarer Position.


    Meine ursprüngliche Aussage war und ist, dass die originalen Bremsbeläge für die Rennstrecke ungeeignet sind, weil die sehr schnell zu heiss werden und es dann zum Belagfading kommt. Weil man auf der Rennstrecke eben deutlich härter und häufiger bremst als beim flotten Fahren auf der Landstrasse. Und das passiert auch dann, wenn das ABS nicht regelt.


    Hat man dann noch rennstreckentaugliche Reifen drauf, die insgesamt höhere Geschwindigkeiten ergeben, weil eben höherer Kurvenspeed im Kurvenausgang, dann gehts den originalen Bremsbelägen noch schneller an den Kragen. Weil die Geschwindigkeit eben exponentiell die kinetische Energie steigert, die beimBremsen in Wärme umgewandelt wird. Und das passiert zumeist, ohne dass das ABS überhaupt in den Regelbereich kommt. Weil die besseren Reifen eben deutlich mehr Grip habe.


    Mit Strassenreifen und originalenBremsbelägen kommts immer drauf an, wer von beiden während der Session zuerst aufgibt. Sind es die Bremsbeläge, komnts ohne ABS-Eingriff zum Belagfading, sinds die Reifen komnts ABS zum Regeln. Wenn beide gleichzeitig aufgrund Überhitzung aussteigen, dann sorgt das Belagfading dafür, dass das ABS nicht regelt, weil die Bremse keine ausreichende Verzögerung mehr zulässt.


    Der Regelfall ist jedoch, dass die Bremse zuerst ins Belagfading kommt. Das passiert ja auch schon bei einer ambitionierten Passabfahrt.


    Für Anfänger mag das Serienzeug durchaus am ersten oder zweitenTag auf der Renne ausreichen, aber das wars dann auch schon. Und die Anfänger, die ein wenig Talent und Ehrgeiz haben, die bringen das Originalzeug schnell an die Grenzen. Die XSR ist ein schwerer Brocken mit reichlich Leistung, da geht das sogar recht schnell.


    Für Blümchenpflücker ist das nicht relevant, das stimmt schon.

    Also nochmal ganz deutlich: Mein ABS ist nicht in den Regelbereich gekommen, was ist so schwer daran zu verstehen? Oder möchtest Du mir jetzt erklären, was mein Motorrad macht wenn ich draufsitze?


    Das ABS arbeitet nur bei Schlupf, und mit rennstreckentauglichen Reifen liegt der Punkt wesentlich weiter "oben" als mit überforderten Hypersportreifen.


    Ich habs doch von Anfang an genauso geschrieben: Mein ABS ist nicht in den Regelbereich gekomnen, die Beläge sind ausgestiegen. Nach Wechsel auf die APs kein Belagfading mehr und auch kein ABS-Eingriff.


    Nur um diesen Fall gehts, um sonst nix.


    Marketinggeschwätz ist zum Beispiel, das grössere Bremsscheiben die Hitze besser loswerden, denn die Fläche von der 320er zur 300 ist grade mal 5% grösser, und bei uns Amateuren ist das irrelevant. Lies Dir Deine Kommentare nochmal komplett durch, meine auch, und Du siehst, dass Du die ganze Zeit an meinen Aussagen vorbeiargumentiert hast, und das mit falschen Argumenten.


    Ich weiss schon recht genau, wie das alles funktioniert. Und das eben nicht aus Prospekten, dem Internet oder von "Experten". Sondern eben aus dem Maschinenbaustudium, dort besonders aus den Vorlesungen Fahrzeugbau. Und auch wenn heutige Systeme ein pasr Sensoren mehr haben, die Regelfrequenz höher liegt, an der grundsätzlichen Wirkungsweise hat sich nichts geändert.


    Aber wenigstens akzeptierst Du endlich, dass die ABS-Regelung nur dann relevant ist, wenn das ABS regelt, das ist ja schon mal eine positive Entwicklung.

    So, grade die Höherlegung von Metisse in die GP eingebaut. In Carole guck ich mal, wie das funktioniert.


    Die Montage ist im Grunde sehr einfach, wenn man eine Bühne hat. Moped auf den Heckständer, das Moped mit Spanngurten über der Schwinge in der Nähe der Hinterachse abspannen, dann bleibts Moped grade und im Ständer stehen, wenn man das mit dem Wagenheber unterm Auspuff vorsichtigt anhebt. Schrsuben lösen, Wagenheber langsam hochpumpen, bis man die drei Schrauben leicht rausziehen kann, dann durch die linke Platte zwei Schrauben durchstecken und mit dem Wagenheber soweit anheben, bis die Dritte durchgeht, dann die rechte Platte drauf, Muttern drauf und Schrauben festziehen.


    Wenn man die Lager der Umlenkung schmieren möchte, ist das eine gute Gelegenheit.


    Wir sind am 18. und 19.7. in Ecuyers und am 20. und 21.7 in Mettet. Da nehm ich nur die CB500 mit. Und Montag in Mettet setz ich aus, der alte Sack muss sich erholen...

    Woher soll das ABS denn mitbekommen, ob auf der Strasse oder der Renne gefahren wird? ABS funktioniert im Grunde recht stumpf: Wird beim Bremsen Schlupf festgestellt, dann macht die Bremse auf. Oder hab ich da was verpasst? Und egal wie das ABS abgestimmt ist, genauso funktioniert die Regelung. Ggf. kommt noch eine Info vom Schräglagensensor dazu, aber auch dann gilt: Kein Schlupf, keine Regelung, Schlupf und die Bremse macht auf. Natürlich regelt ein ABS im Sport-Modus später als im Regen-Modus. Da wird halt mehr Schlupf erlaubt, aber ist dieser Wert überschritten, macht die Bremse immer noch auf.


    Und gerne nochmal: Den Unterschied zwischen Belagfading und einem arbeitenden ABS kann ich schon noch erkennen. Und oh Wunder, nach dem Wechsel auf die AP-Bremsbeläge war das Belagfading weg.


    Und über sowas wie Druckpunkt haben wir doch garnicht gesprochen. Und die Rennfahrer werfen das ABS nicht wegen dem Druckpunkt raus, das geht raus, damit der Fahrer die Hoheit über die Bremse hat. Ob das immer klug ist, das ist eine andere Frage.


    Du solltest das, was irgendwelche "Experten", Journalisten oder Werbeprospekte verbreiten einfach mal mit der Physik verproben. Dann kommt raus, das viele Weisheiten nichts weiter als Marketinggeschwätz sind.


    Und nach wie vor gilt meine Empfehlung: Geht man mit dem Motorrad auf die Renne, dann sind geeignete Bremsbeläge und Reifen spätestens ab Tag drei der Rennstreckenkarriere wärmstens zu empfehlen. Weil Strassenreifen und Originalbremsbeläge auf der Renne recht schnell überfordert sind.


    Es sei, man fährt da zum Blümchenpflücken rum.


    Aber dann erklär doch mal, was es mit der ABS-Einstellung zu tun hat, wenn das ABS garnicht arbeitet?

    Wenn das ABS arbeitet spürt man das im Bremshebel, dazu gibts optische Warnungen. Gibts weder das Eine noch das Andere, dann kommt das ABS einfach nicht zum Regeln. Ist doch recht einfach, oder?


    Und Belagfading von ABS-Regeln zu unterscheiden, das bekomme ich noch gut hin.



    Deine Darstellung hält eben keiner stringenten Betrachtung statt, das sind eher Prospektzitate. Und die hab ich Dir sauber und nachvollziehbar zerlegt. Du versuchst jetzt, mir die Rechthaberei zu unterstellen, mit der Du nicht durchgekommen bist. Damit disqualifizierst Du Dich komplett selber.

    Hier werden doch zwei Themen vermischt: Das Regelverhalten des ABS und Belagfading.


    Das Regelverhalten des ABS ist in erster Linie vom Reifengrip abhängig. Mit einem in Öl getränkten Reifen hat man keinen Grip, das ABS nimmt die Leistung sofort zurück. Mit einem gut grippenden Reifen muss man erst mal kräftig genug in die Bremse greifen, bis der Grip nicht mehr ausreicht und es überhaupt zu Schlupf kommt. Bei meiner Tenere 700 hat das ABS hinten mit den Originalreifen in jeder Serpentine geregelt, mit Conti CTA3 oder Metzeler Tourance Next überhaupt nicht mehr.


    Und ja, manch ABS macht früher auf als andere. Und ja, da kann man bei einigen ABS dran drehen. Manche sind halt extrem "vorsichtig" abgestimmt, andere "garstig".


    Aber solange man da nichts verstellt, spielt das auch keine Rolle, dass man was verstellen könnte.



    Und bei Belagfading kommts ABS eh nicht zum Einsatz, weil abgekochte Bremsbeläge einen gut grippenden Reifen nicht an die Haftgrenze bringen.

    Also, gerne nochmal: Die Vergrösserung der Fläche der Bremsscheibe zur Wärmeableitung aufgrung grösseren Durchmessers spielt so gut wie keine Rolle. Von 300 auf 320 mm vergrössert sich die Fläche nur minimal, das sind weniger als 5 %, spielt also im Hobby-Bereich absolut keine Rolle. Du kannst es auch einfach mal ausrechnen, das ist ja nicht schwer.


    Wie geschrieben hast mit grösseren Bremsscheiben eine bessere Übersetzung der Bremse. Bei gleicher Handkraft eine grössere Verzögerung oder bei gleicher Verzögerung weniger Handkraft und damit bessere Dosierung. Was aber nichts an der zu vernichtenden kinetischen Energie und damit in der Bremse anfallenden Wärmemenge ändert. Und wir haben es ja ausgerechnet, die Fläche wird nur minimal grösser, unter 5%. Spielt also keine Rolle.


    Und schön was Du alles übers ABS geschrieben hast, das ist aber absolut irrelevant für das Temperaturfading der Bremse. Das ABS nimmt Bremsleistung zurück, wenn der Grip am Reifen runtergeht. Kommen die Beläge ins Belagfading, dann bremst die Bremse weniger stark und die zu übertragende Kraft zwischen Reifen und Strasse wird geringer, das ABS kommt nicht in den Regelbereich.


    Der Gummibandeffekt ist wohl eher was für Betriebszustände, in denen die Bremse noch volle Leistung hat, der Grip der Reifen aber schon wegen Überhitzung abbaut. Dann spürt das ABS den Schlupf und nimmt die Bremse zurück. Was eben auf der Rennstrecke für rennstreckentaugliche Reifen spricht, die das vom Compound her gut wegstecken können.


    Und das ABS kommt auch nur dann ins Spiel, wenn es arbeitet. Nur bin ich nicht einmal in den Regelbereich reingekommen. Weil eben Grip genug. Dunlop D213.....


    Das was Du schreibst klingt alles wie aus dem Verkaufsprospekt abgeschrieben, mit Physik hats nur wenig zu tun.