Was soll denn das ABS jetzt mit Belagfading zu tun haben? Das ABS hat was mit dem Reifengrip zu tun....
Der Durchmesser der Bremsscheiben macht übrigens nichts an der Hitzeverträglichkeit der Bremse aus. Denn die Bremse baut mit einem Wirkungsgrad von 100% kinetische Energie in Wärme um. Und da die kinetische Energie beim Bremsen von Masse und Geschwindigkeitsdelta abhängig ist, fällt immer die gleiche Wärmemenge an, unabhängig vom Bremsscheibendurchmesser. Und da sind wir dann wieder beim Belag.....
Grössere Bremsscheiben geben der Bremse mehr Leistung, das stimmt, man kann bei gleicher Handkraft stärker verzögern, allerdings fällt die gleiche Wärmemenge dann in kürzerer Zeit an, wobei kürzere Zeit relativ ist, so ein Bremsmanöver dauert bei ansonsten gleichen Bedingungen ein oder zwei Zehntel weniger. Um die höhere Leistung der grösseren Bremsscheibe effektiv nutzen zu können würde man dann im Grunde noch leistungsfähigere Bremsbeläge benötigen, weil die Temperaturen noch höher werden, gleiche Wärmemenge in kürzerer Zeit.
Ach so, ich hab am ABS nichts verändert, warum auch? Die Dunlop D213 haben soviel Grip, dass ich das Motorrad nicht in den Regelbereich bringe.
Und gerne nochmal: Die Originalbeläge sind auf der Renne recht schnell aus dem optimalen Temperaturfenster raus. Deshslb sollte man was für die Renne geignetes reinstecken. Und auch keine halbgaren Kompromisse, weder bei Reifen noch bei Bremsbelägen. Denn damit geht einem ganz schnell das Talent aus. Da würde ich einen zweiten Radsatz mit für die Renne geeigneten Reifen empfehlen und die Bremsbeläge für die Renne tauschen.
Ich mach das jetzt über 10 Jahre, und die Erfahrung zeigt ganz klar: Als durchschnittlich begabter und ehrgeiziger Fahrer bringt man Strassenreifen und Standard-Bremsbeläge sehr schnell an deren Grenzen. Und dann liegt man schon mal im Kiessbett. Oder man hat einfach keinen Spass, weil es sich beim Fahren einfach schlecht anfühlt.
Aber es kann ja jeder seine Erfahrungen im Kiessbett machen.