Alles anzeigenWahrscheinlich darf dein KÜS Prüfer das einfach nicht. Es gibt "Prüfingenieure", die dürfen nur prüfen. Die brauchen Papiere, Gutachten nach §19.3 usw.
Und es gibt "Amtlich anerkannte Sachverständige". Die dürfen nach Sachverstand prüfen und eintragen.
Die müssen aber auch "Sachversatand" haben und wissen wie ein Motorrad funktioniert und sich anfühlt!
Wenn man denen nach vorheriger Absprache ein schlüssiges, gutes, sicheres, fahrbares Motorrad hinstellt tragen die dir deine Änderungen auch ein.
Es gibt tatsächlich in Deutschland eine "KF1". Da haben wir den Rahmen einer alten Kawa Z900 mit zusätzlichen eingeschweißten Rohren stabiler gemacht, eine bessere Schwinge und Gabel eingebaut, die Federelemente verbessert, selbstgebaute Speichenräder mit modernen Reifen verbaut, noch ein wenig Leisung rausgekitzelt usw.
Vorher mit dem "Sachverständigen" das alles abgesprochen. Der war dann 2 Stunden mit dem Motorrad unterwegs auf Probefahrt und fand, dass die besser fährt und auf der Straße liegt als jede Z900 im Serienzustand.
Dann wurde alles dokumentiert und eingetragen. War nicht billig der Spaß, aber ging, so 300 Mark = 150€.
Von solchen Prüfern gibt es aber nur wenige und so langsam gehen die alle in Rente.
Sehr schade!
das stimmt, aber wie du bereits geschrieben hast, das ist schon noch in DM Zeiten gewesen. Heute wird es immer schwieriger Jemand zu finden der solche Abnahmen durchführt. Und das Risiko für die Prüfer ist erheblich höher. Ich hatte damals meine 490er Maico auf der Strasse zugelassen... also ähnlich eurer Kawa. Aber heutzutage ein Beispiel: eine Bekannte fährt ein Auto dessen Umbauten von der Rally-Abteilung eines jap. Herstellers bei einem Tüv-prüfer zugelassen wurden. Also einfach ein Sondermodell. Dieses Auto wurde von der Soko Strassenrennen beschlagnahmt und untersucht, und es wurde Anklage gegen die Halterin und gegen den Prüfer erhoben.
Ich kann mir vorstellen das die Bereitschaft der Prüfer auch aufgrund dieser Gesetzeslage mittlerweile deutlich eingeschränkt ist.