Beiträge von Aries

    Ja, normalerweise ist das auch so, aber es wird halt bei Händlern konkret beworben bzw. angeboten, dass sie dir die Wettbewerbsmaschine auch im offenen Zustand legal eintragen lassen können. Ein Freund von mir ist früher als Hobby Supermoto auf der Rennstrecke gefahren und er stöbert immer wieder mal gern im Netz nach Möglichkeiten eine richtige Supermoto legal für die Straße zuzulassen. Erst vor zwei Wochen hat ihm ein Händler aus Deutschland erklärt und angeboten, dass es aktuell noch möglich ist eine EXC500 im offenen Zustand ganz legal eintragen zu lassen. Kosten für die Eintragung waren glaube ich noch mal ca. 1500 € extra. Normalerweise sollte jedem klar sein, der sich mit dem Thema nur ein bisschen auseinandergesetzt hat, das da was nicht ganz koscher ist, aber jemand der keine Ahnung hat, der glaubt dem Händler erstmal und das ist aus meiner Sicht schon problematisch auch wenn der Händler sich wahrscheinlich absichert und irgendwo im Kleingedrucktem steht, dass die Maschine eben dann doch nicht StVO-konform ist.

    Naja, ich weiß auch nicht, wie viele Motorräder es letztendlich betrifft, aber hier in Europa sind es primär schon die Wettbewerbsmodelle von KTM, die immer wieder von irgendwelchen Händlern entdrosselt und angeblich legal mit Straßenzulassung beworben und angeboten wurden.

    Das wurde so offensichtlich betrieben, dass man sich schon Fragen musste, warum da nicht schon eher eingeschritten wurde.


    Eine EXC500 oder 450 hat offen ohne KATs ca. 50-60 PS. Für eine Sonder-Straßenzulassung werden die Modelle auf ca. 15-18 PS gedrosselt, damit die Geräusch- und Abgaswerte auf ein halbwegs erträgliches Niveau reduziert werden. Kaum ein Käufer der Modelle will aber so auf der Straße unterwegs sein, zumal die Motoren gedrosselt nicht nur wenig Leistung haben, sondern auch noch wirklich katastrophal laufen, da die Motoren weder dafür abgestimmt noch ausgelegt wurden. Die japanischen Motorradhersteller haben aus diesem Grund schon seit ein paar Jahren ihre Wettbewerbsmodelle in Europa nicht mehr als gedrosselte Varianten mit Straßenzulassung angeboten.


    Ich bin ja echt mal gespannt, wen sie da alles zur Verantwortung ziehen. KTM die Händler oder die Kunden? Aus meiner Sicht sind alle drei Parteien gleichermaßen verantwortlich.

    Normalerweise haben Sensoren keine separate Funktionsprüfung. Die meisten Sensoren senden einfach nur die Signale 0 oder 1 und wenn der Sensor defekt ist, kommt beim Steuergerät eben ggf. nur noch eine 0 oder nur noch eine 1 an. Beide Signale, 0 und 1, sind für das Steuergerät erstmal akzeptable Signale. Das Steuergerät erkennt selbst daher nicht wirklich, ob ein Sensor defekt ist oder nicht. Das Steuergerät wertet lediglich die Signale mehrerer Sensoren gleichzeitig aus, deren Summe an Signalen je nach Fahrsituation gewissen Bedingungen unterliegen und erfüllen müssen, die dann im Steuergerät hinterlegt sind.

    Mal als theoretisches Beispiel haben wir einen Sensor für die Drehzahlbestimmung. Keine Ahnung wo der sitzt aber gehen wir mal davon aus, dass er an der Antriebswelle sitz. Bei einer Motordrehzahl von 1000 U/min liefert der Sensor z.B. 500 mal eine 1 und 500 mal eine 0 pro Minute. Dann haben wir noch einen Sensor am Kupplungshebel, der erkennt, ob der Kupplungshebel gezogen ist oder nicht, Signal 1 = gezogene Kupplungshebel, Signal 0 = nicht gezogener Kupplungshebel. Wenn der Drehzahlsensor abwechselnd 0er und 1er an das Steuergerät übermittelt und gleichzeitig die Kupplungssensor eine 0 für nicht gezogenen Kupplungshebel ausgibt, dann erwartet das Steuergerät, das der ABS-Sensor am Hinterrad ebenfalls abwechselnd 0er und 1er als Signal liefern muss, da sich das Hinterrad ja eigentlich drehen müsste. Kommen vom ABS-Sensor aber nur ein konstantes Signal 0 oder 1, erkennt das Steuergerät, dass die Summe der drei Sensor-Signalen einen Zustand beschreiben, der eigentlich nicht möglich ist und gibt dann eine Fehlermeldung aus z.B. "Fehler ABS-Sensor Hinterrad". Es könnte aber auch der Sensor vom Kupplungshebel sein, was dann ggf. erst im Fehlercode-Handbuch im kleingedrucktem steht. Ob jetzt der ABS-Sensor am Hinterrad defekt ist oder ggf. der Sensor am Kupplungshebel, kann das Steuergerät in unserem Beispiel anhand der Signale nicht erkennen.

    Anhand der Signale ist es zwar meist möglich, die Fehlerquelle bereits recht gut einzugrenzen, aber eine Reduzierung auf eine einzige Ursache ist nur in den wenigsten Fällen wirklich möglich.


    Ich tippe auf einen fehlerhaften Abgassensor, weil ich schon mal ein sehr ähnliches Fehlerbild wie timme bei meinem Auto hatte. Ich bin 10, 20, km ganz normal gefahren und auf der AB oder Schnellstraße im niedrigen Drehzahlbereich bei Stützgas hat es plötzlich kein Gas mehr angenommen, wenn ich wieder langsam Beschleunigen wollte und ist dann in eine Art Notlauf gegangen. Zündung aus und wieder an und das Problem war erstmal behoben. Das Problem ist immer nur aufgetreten, wenn ich bei niedriger Drehzahl unter 2000 U/min eine zeitlang die Geschwindigkeit gehalten habe. Wenn ich das nicht gemacht habe ist das Problem auch nicht aufgetreten. Der angezeigte Fehler war Fehler Gaspedal-Sensor, woraufhin in der Werkstatt die Gaspedaleinheit getauscht wurde. 3 Tage und 150 km nach dem Tausch der Gaspedaleinheit, kam der Fehler wieder. Ich bin dann aber noch 1000 km in den Urlaub gefahren und habe darauf geachtet die Drehzahl immer über 2000 U/min zu halten, was funktioniert hat.

    Nach dem Urlaub wieder in die Werkstatt, die dann beim Hersteller die mögliche Ursache angefragt hat, welche dann ein defektes Kabel von der Sensorik zur Steuereinheit vermuteten, was es dann auch war. Das Kabel wurde bei mir falsch verlegt, weswegen es abgeknickt wurde und ein Signal von einem Abgassensor nicht mehr übertragen wurde. Die Werkstatt hat den Zusammenhang zwischen dem defektem Kabel und dem auftretendem Fehlerbild nicht erklären können, selbst als das Problem mit dem Tausch des Kabels behoben war. Sie haben irgendwie nicht verstanden, das auch wenn das Kabel defekt war, das Steuergerät ja immer noch entweder eine 1 oder eine 0 als Signal bekommt und eine 0 oder eine 1 für das Steuergerät nicht automatisch einen Fehler darstellen. In meinem Fall war es tatsächlich so, dass das falsche Signal vom Abgassensor durch das defekte Sensorkabel für das Steuergerät eben auch nur als Fehler erkannt wurde, wenn man unter 2000 U/min konstant die Geschwindigkeit gehalten hat. Bei höheren Drehzahlen war das Signal des Sensors für das Steuergerät völlig irrelevant.

    Möglicherweise fehlen mir ja ein paar Informationen, aber für mich hört sich das irgendwie nicht plausibel an. Die Software vom Steuergerät geht ja nicht einfach kaputt, wie ein PC-Betriebssystem, dass sich mit steigender Nutzungsdauer automatisch zersetzt. Wenn da was kaputt geht, dann ist es eher das Steuergerät/die Hardware selbst. Wenn es an der Software lag, ggf. weil beim letzten mal Aufspielen etwas schief gegangen ist, dann wäre die Software von Anfang an fehlerhaft gewesen und das Problem wäre bereits unmittelbar nach dem Aufspielen aufgetreten. So wie ich es verstanden habe, bist du aber anschließend noch eine ganze Zeit ohne Probleme rumgefahren, oder nicht?


    Ich tippe immer noch auf einen Sensor, der ein falsches Signal sendet. Entweder weil der Sensor selbst beschädigt ist oder weil irgendein Kabel für die Datenübermittlung des Sensor einen Wackelkontakt hat oder defekt ist. Mit der ganzen Abgasreinigung und elektrischen Gasregulierung ist das alles sehr komplex geworden. Die meisten Sensoren senden nur 0 und 1 und es gibt genügend Sensoren, wo es in den meisten Fahrsituationen völlig egal ist, welches Signal der Sensor übermittelt. Z.B. kann es sein, dass das Sensorsignal nur relevant ist, wenn der Motor z.B. noch nicht auf Betriebstemperatur ist und bei der Drehzahl X die Gasstellung Y anliegt. Wenn dann der Sensor eine 1 liefert, denkt das Steuergerät alles ist in Ordnung, liefert der Sensor aber eine 0, gibt es eine Fehlermeldung. Je nach Fahrprofil kann es somit sein, dass du nur sehr selten in die Fahrsituation kommst, wo zum Einen des Signal des Sensors relevant ist und zum Anderen, dass der Sensor ein Signal sendet, dass das Steuergerät als Fehler interpretiert. Es kann auch sein, dass der Fehler beim ersten Mal auch nur protokoliert wird und ohne Konsequenzen bleibt und erst nach mehrmaligen Auftreten eine für den Fahrer ersichtliche Fehlermeldung erfolgt bzw. das Motorrad zur Sicherheit auf Notlauf schaltet. Dann wird es auch recht schwierig den Fehler zu reproduzieren.


    In so einem Fall hätte das neue Aufspielen der Software quasi lediglich den gleichen Effekt wie das Löschen des Fehlerspeichers. Du hättest jetzt erstmal wieder eine Weile Ruhe bis sich wieder intern genügend Fehlermeldungen angesammelt haben und das Steuergerät eine Fehlermeldung an den Fahrer ausgibt und auf Notlauf schaltet.

    Ich tippe auf einen defekten Sensor oder irgendein Sensorkabel, das einen Wackler hat und dadurch falsche Signale sendet, was aber nur in gewissen Fahrsituationen zu diesem Problem führt. Eventuell die Lambdasonde oder -kabel, wo die Daten nicht mehr richtig übermittelt werden.

    Oder den normalen S22. Eigentlich ist ja nur wichtig, dass die Kennung M für Yamaha-Erstausrüsterreifen nicht drauf ist. Das sind im Grunde einfach von Bridgestone für Yamaha extra günstiger produzierte Reifen.

    Hier mal ein Video von ChainBrothers mit grundlegenden Informationen zu Motorölen einfach erklärt.


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    Ist Yamaha mittlerweile auch so komisch, dass da alle möglichen Kontrollleuchten und Fehlermeldungen angehen, nur weil die Batterie leer ist? So extrem kenne ich das eigentlich bisher nur bei KTM. Sobald da eine Kontrolllampe angeht, immer auch erstmal die Batteriespannung messen. Wenn da die Spannung im unteren Bereich ist, auch wenn sich das Motorrad selbst noch starten lässt, liegt es meist einfach nur an der etwas zu niedrigen Batteriespannung und die Fehlermeldungen sind alle wieder weg, sobald eine neue Batterie verbaut ist.

    Schutzbrief bei der Versicherung dazunehmen? Kostet ja so gut wie nix und ist bei den meisten Versicherungen von den Leistungen mit dem ADAC vergleichbar. Wie gut es dann in der Praxis funktioniert, hängt wahrscheinlich etwas von der jeweiligen Versicherung und vom Ort der Panne ab.