Beiträge von Aries

    Was hat dein Yamaha-Händler zum Fahrwerk gesagt?


    So, hab jetzt bei mir auch noch mal die Gabel und das Federbein vermessen und du hast recht. Am Federbein bin ich auf die niedrigste Kerbe gegangen und der negative Federweg (unbelastet) hat sich sage und schreibe von 5 auf 5,5 mm erhöht.8| Im belasteten Zustand ist der negative Federweg aber zumindest mal um 5 mm angestiegen und liegt jetzt bei 37 mm. Ich denke für die Landstraße ein guter Wert. (Ja, Öhlins gibt hier einen Wert zwischen 25 und 35 mm vor aber ich persönlich finde die Vorgaben von Öhlins doch eher sportlich ausgerichtet bzw. habe ich kein Öhlins-Fahrwerk, weswegen ich mich eher an den Vorgaben von motorradonline mit 30 - 40 mm orientiere bzw. gibt es für die Landstraße ja die grobe Faustregel, dass der Negativfederweg (belastet) bei etwa 30 % vom Gesamtfederweg liegen soll.)


    An der Gabel habe ich mit der Werkseinstellung einen Negativfederweg unbelastet von 35,5 mm und belastet von 52,5 mm ausgemessen. Das ist recht viel, hat aber bisher eigentlich ganz gut funktioniert bzw. ist die Gabel auch bei einer Vollbremsung nicht auf Block gegangen. Habe die Federbasis trotzdem mal etwas nach oben gedreht bzw. die Versteller von 16 mm auf 9 mm reingedreht. Die Negativfederwege liegen nun bei 31 und 46,5 mm.


    Mein Fazit nach der ersten Probefahrt:

    Das Moped agiert jetzt beim Einlenken etwas harmonischer/runder, was ich als ganz positiv und angenehm empfinde. Allerdings ist die Veränderung an sich überraschend minimal. Hätte aufgrund der Änderungen mit einem deutlich größeren Effekt gerechnet. Leider konnte ich die neuen Einstellungen noch nicht bei zügiger Gangart auf Herz und Nieren prüfen denn ich musste leider mit Bedauern feststellen, dass jemand die Tage auf meiner Hausstrecke so ziemlich in jeder Kurve über zig km hinweg immer etwas Öl verteilt hat. Ich frag mich echt wie sowas passieren kann?X(

    Am Sonntag auf'm Heimweg war bei meiner auf einmal wieder ein rasselndes Geräusch beim Gas geben zu hören. Hatte da zwar schon die Kette in verdacht aber die Lautstärke hat mich dann schon etwas verunsichert. Gestern dann das Kettenspiel an der neuen Kette geprüft und 30 mm Kettenspiel gemessen. Anschließend die Kette nochmal auf ein Kettenspiel von 10-15 mm nachgespannt und bei der anschließenden Probefahrt war das Geräusch weg. Ich würde sogar sagen, dass die Kette nun noch leiser ist als bei dem von mir ursprünglich eingestellten Kettenspiel von 15-20 mm.

    Ich habe bei 2000 U/min manchmal minimales Konstantfahrruckeln. Ist aber eigentlich nicht der Rede wert, da es nicht immer vorkommt und wenn doch, dann wirklich nur so minimal ist, dass es mich nicht stört. Ich vermute, dass es ein bisschen von der Außentemperatut und Luftdruck abhängig ist.

    Anbei die im Prüfbericht enthaltenen Angaben bzw. Messwerte bei meiner und die Vorgaben in Klammern.


    Motordrehzahl: 1220 r/min

    Motortemperatur oder Kühlflüssigkeitstemperatur: 77 °C

    Betriebsspannung: 13,8 V (12,0 - 14,7 V)

    Einspritzzeit: 1,0 msec (0,3 - 5,0 msec)

    Temperaturansaugluft: 27 °C (-15 - 120 °C)

    Luftdruck Sensor: 96,2 kPa (5,0 - 120,0 kPa)

    Drosselklappensensorspannung: 0,70 V (0,60 - 0,80 V)

    Spannung Beschleunigungspositionssensor: 0,68 V (0,60 - 0,80 V)

    Ansaugluftdrucksensor 1: 31,9 kPa (5,0 - 120,0 kPa)

    Ansaugluftdrucksensor 2: 75,8 kPa (5,0 - 120,0 kPa)

    ISC-Ventil: 0,0 % (0,0 - 99,0 %)

    O2-Sensor 1 Spannung: 0,06 V (0,00 - 5,00 V)

    O2-Sensor 2 Spannung: 0,00 V (0,00 - 5,00 V)

    Die habe ich aus dem Diagnosebericht "Einfache dynamische Prüfung", welchen ich nach der 10.000-Inspektion von meiner XSR900 von der Yamaha-Werkstatt erhalten habe. Dort sind die Soll-Vorgaben und die bei mir gemessenen Werte aufgeführt.

    Ich denke nicht, dass es grundlegend verboten ist. Es erlischt halt nur die Betriebserlaubnis, da das Fzg. nicht mehr den vom Hersteller angegebenen, abgeprüften und freigegebenen Zustand entspricht. Finde ich persönlich gut, da wohl die meisten Hobbybastler nicht wirklich Ahnung von möglichen Nebenwirkungen einzelner Bastelmaßnahmen haben. Letztendlich dient dies dem eigenen sowie dem Schutz anderer Verkehrsteilnehmer.

    Ich denke aber mal, dass wenn ein Hersteller ein Fzg. nach StVO zugelassen bekommt warum soll es nicht auch eine einzelne Person können? Wahrscheinlich rechnet es sich für ein einzelnes Fzg. nicht aber theoretisch sollte es möglich sein.

    Die Drosselklappensensorspannung soll zwischen 0,60 - 0,80 V liegen.