Beiträge von Aries

    Ich meine hier im Forum hat irgendwann mal einer für die RN80 alle möglichen Drehmomente gepostet.

    Die sollten ja eigentlich identisch zur 2025er sein.

    Einfach mal hier die Suchfunktion nutzen, dann wirst du bestimmt fündig.

    Hört sich gut an, aber ich glaube die wäre mir bei zügiger Fahrweise mit höheren Drehzahlen zu laut.

    Wenn du immer schön bei 5.500 U/min oder so hochschaltest bist du wahrscheinlich immer noch in 4,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Bummeln würde ich das nicht unbedingt nennen :)

    Wo soll es denn in den Schwarzwald hingehen?

    Hier in Stuttgart hat es letzte Woche ein paar Tage geregnet und normalerweise kommt der Regen hier bei uns immer aus Süd-Westen, also aus dem Mittel-/Nordschwarzwald. Daher stehen die Chancen nicht schlecht, dass dort das Salz bereits weggespült wurde. Ist jetzt eigentliche noch nicht die richtige Zeit für den Schwarzwald. An einigen Stellen wird sicher noch Schnee liegen und an schattigen Stellen werden die Straßen auch noch schön nass sein. Aber wenn man es etwas ruhiger angehen lässt, dann braucht man sich davon nicht wirklich abschrecken lassen.

    Ich habe bei meiner RN43 vorne und hinten Öhlins mit den für mein Gewicht entsprechenden Federraten und Standarddämpfungssetup verbaut und das ist schon klar Richtung sportlich/straff getrimmt.

    Wenn ich sehe, dass Wilbers für die Gabel dünneres Gabelöl mit auf das Fahrergewicht abgestimmten progressiven Federraten anbietet, dann würde ich mal behaupten, ohne jemals ein Wilbersfahrwerk selbst gefahren zu sein, dass das Wilberssetup für die Gabel sicher geschmeidiger anspricht als mein NIX30-Öhlins-Setup. Und wenn Wilbers die Gabel so abstimmt, dann muss das Wilbers-Federbein ja ebenfalls in die gleiche Richtung gehen, andernfalls würden Wilbers-Gabel und Wilbers-Federbein nicht zusammen harmonieren und das Motorrad würde sich sehr bescheiden fahren. Ich denke, dass das Standard-Setup bei Wilbers im Vergleich zum Öhlins schon eher Richtung Komfort geht und das Öhlins eher Richtung sport.

    Das Wilbers- und Öhlins-Federbein können beide individuell über andere Shimms und Federn auf die individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Da gibt es keinen Unterschied zwischen Öhlins und Wilbers.

    Hier haben einige das Wilbers 640 verbaut und die Rückmeldungen waren soweit ich mich erinnern kann durchweg positiv. Wie stark ein Fahrwerk beim Beschleunigen oder Bremsen eintaucht wird über die Federraten bestimmt. Wenn die Gabel für deinen Geschmack bereits jetzt zu sehr eintaucht, dann wirst du um neue Gabelfedern mit einer höheren Federrate nicht drumherum kommen.

    Die Negativfederwege werden normalerweise immer bei der Abholung noch mal vor Ort überprüft und ggf. auf dein Gewicht eingestellt.


    Bei den Gabelfedern würde ich dir progressive Federn empfehlen. Der Einsatzbereich von progressiven Federn ist einfach deutlich größer als der von linearen Federn und schaffen dadurch den Spagat von gemütlichen und sportlichen Landstraßenfahren besser. Lineare Federn ermöglichen eine konstantere und berechenbarer Dämpfungscharakteristik über den gesamten Federweg, dafür ist aber der Einsatzbereich durch die linearen Federn eingeschränkter, sprich entweder du hast ein Setup, dass für das sportliche Fahren gut funktioniert oder eins für das gemütliche Fahren. Wenn du ein Typ bist, der nur sportlich oder nur gemütlich fährt, dann kannst du auch lineare Federn nehmen, ansonsten fährst du mit progressiven Federn sehr wahrscheinlich besser.

    Ich habe nicht gesagt, dass die R1 die beliebteste ist. Die S1000RR hat halt schon immer den Vorteil gehabt, dass sie sich von der Ergonomie auch sehr gut für größere Fahrer geeignet hat, weswegen sie sich gerade bei Käufern aus Mitteleuropa, die eben tendenziell etwas größer gewachsen sind, besonderer Beliebtheit erfreut. Weltweit sieht das dann wieder etwas anders aus. Aber darum geht es mir ja gar nicht. Die R1 ist ja trotzdem sehr beliebt gewesen, deutlich beliebter als z.B. eine Kawasaki, Suzuki, Honda oder Aprilia. Wenn man bei der R1 die Bremsen aufgepimpt hat, ist das Motorrad sofort konkurrenzfähig. Die meisten Hobbyrennfahrer werden das bisschen mehr an Performance, dass vielleicht ein moderneres Motorrad mittlerweile bietet rein fahrerisch niemals abrufen können. Wenn du jemand bist, der das kann, dann ist das natürlich schön für dich, aber dann gehörst du eben zu einer sehr kleinen Gruppe von Menschen. Das Grundkonzept der R1 funktioniert für den Kunden bereits oder immer noch sehr gut und ist konkurrenzfähig, also warum soll Yamaha was ändern? Klar kann man sich fragen, warum es Yamaha all die Jahre nicht hinbekommen hat einfach mal performantere Bremsen zu verbauen, die auch auf der Rennstrecke funktionieren. Wobei ich nicht weiß, ob die Bremsperformance bei der R1 Race immer noch ein Thema ist. Für die WSBK ist das aber eh nicht relevant, da sie hier eigene Bremsen verwenden können.

    Mal ehrlich, würde doch jeder von uns an Stelle von Yamaha wahrscheinlich genauso machen und sich fragen, wo der Nutzen für einen selbst ist mehrere Millionen für Neuentwicklungen zu investieren, wenn das aktuelle Paket für den Kunden doch bereits funktioniert und die Chancen gut stehen, dass du das Geld auf dem Markt gar nicht wieder reinholst. Nur um in der WSBK mithalten zu können? Wie gesagt, es gibt für die Hersteller bereits die MotoGP, wo sie im Grunde nur für das Markenimage massig Geld verbraten. Da braucht es nicht noch eine WSBK mit genau dem gleichen Ansatz. Dass die Veranstalter der WSBK dann den Herstellern entgegenkommen und Ungleichheiten in der Performance durch Sprit- oder Drehzahlregulierung angleichen, kann ich total nachvollziehen. Sonst würden sich sehr wahrscheinlich noch mehr Hersteller aus der WSBK verabschieden und das möchte doch keiner.