Alles anzeigenWoher soll das ABS denn mitbekommen, ob auf der Strasse oder der Renne gefahren wird? ABS funktioniert im Grunde recht stumpf: Wird beim Bremsen Schlupf festgestellt, dann macht die Bremse auf. Oder hab ich da was verpasst? Und egal wie das ABS abgestimmt ist, genauso funktioniert die Regelung. Ggf. kommt noch eine Info vom Schräglagensensor dazu, aber auch dann gilt: Kein Schlupf, keine Regelung, Schlupf und die Bremse macht auf. Natürlich regelt ein ABS im Sport-Modus später als im Regen-Modus. Da wird halt mehr Schlupf erlaubt, aber ist dieser Wert überschritten, macht die Bremse immer noch auf.
Und gerne nochmal: Den Unterschied zwischen Belagfading und einem arbeitenden ABS kann ich schon noch erkennen. Und oh Wunder, nach dem Wechsel auf die AP-Bremsbeläge war das Belagfading weg.
Und über sowas wie Druckpunkt haben wir doch garnicht gesprochen. Und die Rennfahrer werfen das ABS nicht wegen dem Druckpunkt raus, das geht raus, damit der Fahrer die Hoheit über die Bremse hat. Ob das immer klug ist, das ist eine andere Frage.
Du solltest das, was irgendwelche "Experten", Journalisten oder Werbeprospekte verbreiten einfach mal mit der Physik verproben. Dann kommt raus, das viele Weisheiten nichts weiter als Marketinggeschwätz sind.
Und nach wie vor gilt meine Empfehlung: Geht man mit dem Motorrad auf die Renne, dann sind geeignete Bremsbeläge und Reifen spätestens ab Tag drei der Rennstreckenkarriere wärmstens zu empfehlen. Weil Strassenreifen und Originalbremsbeläge auf der Renne recht schnell überfordert sind.
Es sei, man fährt da zum Blümchenpflücken rum.
Aber dann erklär doch mal, was es mit der ABS-Einstellung zu tun hat, wenn das ABS garnicht arbeitet?
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