Beiträge von miku850

    Wen es interessiert – bei der XSR900 GP leuchtet die ABS-Kontrollleuchte im Cockpit nicht während der ABS-Regelung, weder beim Bremsen noch wenn das System sonst eingreift, sondern nur bis etwa 5 Sekunden nach dem Start oder wenn eine Störung im Abs-System vorliegt. Das unterscheidet sie z.B. von der RN43.

    Lass mal gut sein, wurde alles gesagt und klar gemacht, freu dich aufs nächste Angasen.

    ich nehme deine persönliche Meinung zur Kenntnis, habe meine Fragen und Punkte adressiert und schade, das zu meiner Eingangsfrage nichts zur Klärung beigetragen wurde, statt dessen, ich fasse das einmal zusammen, alle die es nicht so sehen wie du, und/oder keine Maschienenbauer sind, sind inkompetente Floristen Gehilfen.

    Zum Ausgangspunkt zurückkehrend: Es ging mir darum zu verstehen, warum bei einigen das Anpassen von Fahrwerk und Elektronik-Mods der Gp für gelegentliche Trackdays gut funktioniert, während es bei anderen offenbar nicht der Fall ist. Dabei sollte keine Wertung erfolgen oder ein Wettbewerb darüber, wer „besser“ oder „richtiger“ liegt.


    Unterschiedliche Faktoren wie Fahrstil, Bremstechnik oder ABS-Einstellungen können zu verschiedenen Erfahrungen führen. Für Rundstrecken-Neulinge in langsamen bis mittleren Gruppen sind die Serienteile in ihrer Performance meist ausreichend. So kann der Fokus auf das Fahren gelegt werden, ohne sich zusätzlich um Temperaturmanagement von Bremsbelägen und Reifen kümmern zu müssen, und es könnte bei Bedarf sogar auf Achse an die Rennstrecke gefahren werden. Diese Einschätzung gilt ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit, wie jede andre Einschätzung natürlich auch.


    Das sollte dazu gedient haben, den Standpunkt verständlicher zu machen.

    Du vermischst hier zwei verschiedene Ebenen: wie ein ABS regelt und wann es überhaupt in den Regelbereich kommt. Natürlich “weiß” das ABS nicht, ob es auf einer Rennstrecke oder auf der Landstraße unterwegs ist. Das behauptet auch niemand. Es arbeitet anhand von Sensorsignalen wie Raddrehzahlen, Verzögerung, Gierrate, Schräglage usw. Der Unterschied liegt aber in der Kalibrierung der Regelstrategie. Ein Race-Modus erlaubt beispielsweise mehr Schlupf, höhere Verzögerungen und greift später bzw. weniger konservativ ein als ein Straßen- oder Regenmodus. Genau deshalb existieren unterschiedliche ABS-Modi überhaupt. Und genau deshalb ist die Aussage “wenn das ABS gar nicht arbeitet, was hat dann die Einstellung damit zu tun?” zu kurz gedacht. Die Einstellung definiert den Punkt, ab wann das ABS arbeitet. Solange dieser Punkt nicht erreicht wird, ist sie natürlich irrelevant. Wird er aber erreicht – und genau darum geht es beim Fahren auf der Rennstrecke – macht die Kalibrierung einen erheblichen Unterschied. Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann, ist deine Behauptung, alles andere sei “Marketinggeschwätz”. Renn-ABS-Systeme werden nicht entwickelt, weil sich die Hersteller einen Marketingbegriff ausdenken wollten, sondern weil sich gezeigt hat, dass unterschiedliche Einsatzbedingungen unterschiedliche Regelstrategien erfordern. Das lässt sich in der Praxis genauso beobachten wie auf dem Datenlogger. Physik und Regelungstechnik widersprechen sich hier übrigens nicht – im Gegenteil. Die Physik beschreibt den Reibwert und den Schlupf, die Regelungstechnik entscheidet, wie aggressiv das System diesen Schlupf zulässt und wann eingegriffen wird. Genau darin unterscheiden sich die verschiedenen ABS-Abstimmungen.

    Danke dafür, aber ganz ehrlich, meine Zeit ist mir dafür zu schade, der klügere gibt bekanntlich nach und ich ärgere mich gerade, bereits zu viel davon für diesen Unsinn hier investiert zu haben. Fahre jetzt lieber zum Ring bei dem Wetter, und wer bremst, verliert ja sowieso 😂😂😂

    es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen Abs auf der Strasse und der Rundstrecke, das ist ein bekanntes Thema und die Gp hat halt keinen speziellen Trackmodus für Abs, wie die R9 oder die Cbr. Puristen schmeißen das bei Rennbikes komplett raus, wegen des glasklaren Druckpunktes.

    Aber alles egal, ich wollte nur verstehen was der Grund sein kann, dass die Serienbeläge für mich und andere erstmal gut funktionieren, aber er sie verteufelt, Idee war, das es an der Abs Einstellung liegen könnte, aber ehrlich, das interessiert mich nicht mehr 😊👍🏻

    Was du nicht erkennst ist, dass das, was du als Belagfading wahrnimmst, tatsächlich vom Abs verursacht ist. Analoge versus digitale Welt. Macht Nichts, ich habe versucht es zu erklären, interessiert dich nicht, möchtest analog Recht haben, alles gut 😊👍🏻.

    das hängt davon ab wie man das Abs bei der Gp einstellt. Da gibt es auch ein Video zu wo sich 2 Cracks darüber ausgelassen haben, dass das Hauptproblem mit der Bremse der Gp die Abs Software wäre.

    Der alte Herrhausen hat mal gesagt, die meiste Zeit geht dadurch verloren, dass nicht zu Ende gedacht wird.


    Vielleicht was interessantes zum Thema Strassen-Abs auf der Renne, scheint ja neu zu sein für dich:

    Ist bei Yamaha und der Gp schon mal einen Gedanken wert, da das System bekannter weise ja eher konservativ ausgelegt ist. Über die Abs-Einstellung kann man das etwas zurück nehmen, der arme Belag wird weniger malträtiert, daher meine Frage.


    1. Gefühltes „Bremsversagen“ durch Schlupf-Fehlinterpretationen: Durch die Hitze und den veränderten Reibwert der Beläge fängt der Reifen an, unregelmäßig Grip aufzubauen. Erkennt die IMU ein leicht abhebendes Hinterrad (Stoppie-Neigung) oder ungleichmäßige Radgeschwindigkeiten, öffnet das ABS die Bremse.

    2. Der sg. „Gummiband-Effekt“: vor der Kurve maximal verzögern, mit heißer Bremse, und plötzlich macht das ABS die Bremse für Sekundenbruchteile komplett auf. Adrenalin… und „gefühltes Fading“.

    3. Zusätzlicher Hitzeeintrag durch ABS-Regelung: Regelt das ABS im Dauermodus (schnelles Öffnen und Schließen der Ventile), entstehen extrem ungleichmäßige Temperaturspitzen auf der Bremsscheibe. Das verstärkt das Fading zusätzlich.


    Übrigens mit viel Aufwand werden sg. Abs-Eliminatoren (Preise um 300-1000€) integriert in den Bus, für den Renneinsatz entwickelt, oder auch schon mal einfach hemdsärmelig die vorderen Bremsen am Abs vorbei angeschlossen und Blindstopfen auf den Verteiler geschraubt.

    Du siehst, meine Frage zielte darauf ab, ob das von dir beschriebene Fading der Beläge ursächlich anders begünstigt sein könnte.


    Eine 320er Scheibe verbessert gegenüber der 300er Serie den Hebel und hat natürlich eine deutlich bessere Wärmeableitung, da einfach mehr Fläche dafür zur Verfügung steht. Gleicher Hitzeaufbau, bessere Ableitung. Mit Gründe, weshalb die R9 und die Mt-09 Sp eben genau dieses Update bekommen haben.

    Nur weil man 10 Jahre gehämmert hat, ist nicht alles andere ein Nagel, auf „so isses“ kann ich nicht.

    Und wenn es in den Kies ging, lag es am Talent, nicht an der Bremse… bei mir jedenfalls.