Alles anzeigenDie Inschenöre können auch nur einen Kompromiss angeben, weil sie die individuellen Bedingungen unter denen das Moped gefahren wird, nicht kennen. Ist schon ein Unterschied, ob da eine 50Kg Dame auf glattem Asphalt fährt, oder ein 3-Zentner Mann durch Schlaglöcher hobelt.
In sofern wird auch bei den Ingenieuren mit der Formel Pi*Daumen gerechnet.
Ich weiß nicht, ob der Fokus auf den individuellen Anwendungsfall so wichtig ist, denn letztendlich muss die Vorgabe für den Kettendurchhang vom Ingenieur so gewählt werden, dass er auch für jeden Anwendungsfall, auch die extremen, funktioniert. Der Ingenieur kennt zudem die Einbau- und Bauteiltoleranzen und die Elastizität einzelner Bauteile und die daraus resultierenden möglichen Schwankungen bei deren Beanspruchung in allen möglichen Fahrsituationen und wird anhand dieser Informationen (die ein Mechaniker i.d.R. nicht hat) die Vorgaben auch so wählen, dass in keinen der Fahrsituationen ein Schaden am Motorrad entsteht. Sicher kommt da am Ende ein Kompromiss raus aber Pi*Daumen ist für mich was anderes.
*Edit: Erkenntnisse aus der Fahrerprobung, die alles Mögliche beinhalten können, werden mit Sicherheit ebenfalls bei den Vorgaben für den Kettendurchhang im Handbuch mit einfließen.