Beiträge von Aries

    Vielleicht hat sich etwas bei den Vorgaben für die Homologation zu Euro5+ geändert? Vielleicht erfüllt die XSR bei einer höheren Zuladung irgendwelche Emissionsvorgaben nicht mehr? Kann mir nicht vorstellen, dass sich die Änderung der max. zulässigen Beladung tatsächlich über eine Änderung an der Hardware der XSR erklärt.

    Obwohl die Motoren an sich von der Grundcharakteristik sehr ähnlich sind, ist der alte Motor der XSR900 (RN43) deutlich rauer und direkter in der Gasannahme als der neue Motor der RN80. Auch die Grundgeometrie der Motorräder ist eine andere, sodass sich beide Motorräder sehr unterschiedlich fahren lassen. Würde daher empfehlen vor dem Kauf einer 80er-Edition, diese auf alle Fälle auch noch mal Probe zufahren!


    Was den Sitzkomfort angeht, gehört die RN43 sicher nicht zu den bequemsten Motorrädern. Aber mit einem Supersportler ist sie z.B. nicht zu vergleichen und ich selbst habe mit der originalen Sitzbank der RN43 auch kein Problem mal zwei Tagestouren hintereinander zu machen. So mancher hat hier im Forum aber am Sitz auch nachträglich noch Hand angelegt. Ist halt sehr individuell, was jemand noch als bequem oder bereits als unbequem empfindet.

    Vor zwanzig Jahren habe ich mal eine Doku gesehen, wo ein Tankstellenbetreiber in der arabischen Wüste seine Tankstelle gereinigt hat, indem er einfach alles mit dem Benzin direkt aus dem Zapfhahn abgespritzt hat. Wasser war ihm zu kostbar um es zum Putzen zu verwenden.

    Der TÜV schaut lediglich, ob der Reifen die vom Motorradhersteller freigegebene Reifendimension, Geschwindigkeits- und Lastindex und Karkassenkonstruktion hat, was ja bei deinem Satz S21 der Fall ist. Selbst wenn der Reifen bereits 20 Jahre alt sein sollte und schon gar keinen Grip mehr aufbaut, weil die ganzen Weichmacher verflogen sind, wird der TÜV das nicht beanstanden, solange der Reifen optisch noch gut aussieht und er noch die notwendige Mindestprofiltiefe hat. Da musst du dir keinen Kopf machen.

    Die Oktanzahl gibt doch nur die Klopffestigkeit eines Sprits an, aber sagt nichts über die Qualität/Energiedichte des Sprits aus. Wenn du da einen Leistungsunterschied zwischen ROZ95 und ROZ98 gespürt hast, dann lag es eher an der unterschiedlichen Spritqualität als an der Oktanzahl.


    Wo man einen Leistungsunterschied spüren kann, wäre z.B. beim Ethanolanteil, da Ethanol eine geringere Energiedichte als reines Superbenzin hat. Wobei der Unterschied zwischen Super E10 zu Super E5 am Ende dann doch wieder recht klein ist und wohl irgendwo in einer Größenordnung von 1 bis 2 % liegen dürfte.


    Übrigens hat mir ein Mitarbeiter von Motorenprüfständen mal erzählt, dass sie das für die Prüfläufe verwendete Benzin immer vorab chemisch analysieren und schon bevor E10 ein Thema in Deutschland wurde, es nicht ungewöhnlich war, wenn der ganz normale Sprit bereits einen Ethanolanteil von bis zu 10 % hatte. Keine Ahnung um wieviel E10-Benzin besser oder schlechter als E5 ist. Ich denke mir nur, damals hat es niemanden wirklich interessiert, wieviel Ethanol im Sprit ist, weil es auch kaum einer gewusst hat. Man hat den Sprit einfach getankt und ist damit gefahren und war glücklich :D