Ist das Rost?

  • #1

    Moin zusammen und ein frohes neues erstmal 🎉


    Wie meine Überschrift vermuten lĂ€sst, habe ich eine Frage und falls es sich bestĂ€tigt wie ich damit umgehen kann



    Meine XSR steht draußen im Carport abgedeckt. Hin und wieder lĂŒfte ich mal oder starte mal fĂŒr 10 Minutrn durch. Da in den letzten Tagen die Luft bei uns sehr feucht war, habe ich mal hier und dort mal geschaut und dabei festgestellt ;

    - hintere Bremsscheibe Flugrost

    - Rost (?) unter der Tankabdeckung


    Frage:

    A. Ist Flugrost an der Bremsscheibe schĂ€dlich und falls ja wie kann ich das „verhindern“

    B. Ist das tatsĂ€chlich Rost ? (S. Anhang) leider konnte ich das nicht besser fotografieren 
 das Bild soll eine Art „KrĂŒmmer“ zeigen, wo der Rand so rotbraun ist *kopfkratz* Die Stelle ist unterm Tank zwischen dem Rahmen und dem Tankcover- man schaut quasi direkt drauf 
 Sorry Kenn mich ĂŒberhaupt nicht aus 😅


    Ansonsten springt die XSR sauber an (BatterienhĂ€ngt am LadegerĂ€t) und sieht ansich „ready to go“ aus
 wenn das Salz auf der Straße nicht wĂ€re 😔


    Besten Dank fĂŒr den Support!

  • #3

    Servus und Frohes Neues Jahr (auch an die Community):icon-razz:


    ZunĂ€chst zur Frage A. Ja an den Bremsscheiben kann es zu Flugrostbildung kommen. Das könnte aber erst als schĂ€dlich betrachtet werden wenn es ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum tiefer ins Metall eindringt. Im Normalfall wird der Flugrost bei der nĂ€chsten Ausfahrt runter-/weggebremst, also abgeschliffen durch den Bremsbelag. Wenn es zu sehr stört kannst du die Stelle mit sehr feinem Sandpapier bearbeiten. Als "Life Hack" kannst du auch Zahpasta verwenden. Ist ein sehr feines Schleifmittel.


    Zu Frage B kann ich Entwarnung geben. Was da zu sehen ist, sind die Airbox mit einem der drei Ansaugrohre. Diese Rohre sind mit der Airbox verklebt und das braune was man da sieht ist nur der Kleber:wink:

    also known as Lucky Sascha, :D


    Wenn man rechts dreht, wird die Landschaft schneller 8-)

  • #4

    Danke fĂŒr die kompetente und detaillierte RĂŒckmeldung đŸ€˜ habe mich darĂŒber sehr gefreut und auch was dazu gelernt 😅 Habe sogar anhand von Explosionszeichnungen versucht das „Ding“ zu identifizieren, aber keine Chance 😂 von daher hast

    meinen Respekt 🙇

  • #5

    Thanks for feedback. Hatte auch zuerst ĂŒberlegt die Plane weg zulassen, aber dachte mir, dass es dann ggf. nicht besser wird 8o Nutze nĂ€mlich als Plane „bikehome“ https://www.bikehome.com/bikeh
wJrnyHJYRjhAaAqkVEALw_wcB und die ist eigentlich schon sehr „luftig“.

       Anmerkung; Wir hatten aber hier in den letzten Tagen bei uns gefĂŒhlt 100% Luftfeuchtigkeit incl. Regen
 ;(


    Mittlerweile ist die Luftfeuchtigkeit wieder etwas normal und meine XSR ist mehr oder weniger wieder trocken :D Hatte eigentlich vorgehabt meine Bikehome gegen eine mycover https://www.mycover-protection.com zu tauschen 
 bin jetzt aber etwas skeptisch đŸ€š

  • #6

    ACHTUNG, Denkfehler. Nicht die Luftfeuchtigkeit grundsÀtzlich ist das Problem bei Planen, sondern zu schnelle Temperaturschwankungen wie in den letzten Tagen.

    Metallteile können diese schnellen Temperaturwechsel nie und nimmer so rasch mitmachen. Daher kondensiert die Feuchtigkeit in der Luft an den Metallteilen, bis sich diese mit der Temperatur wieder angepasst haben. Kennt doch jeder der schon mal ein kaltes Bierglas in der Hand gehalten hat. ;)

    Und dann ist es unerheblich ob in der Luft gerade mal 40% od. 90% Feuchtigkeit sind.

    Und sobald die Feuchtigkeit am Metall kondensiert sind alle Planen absolut fĂŒr'n Ar*ch.

    Dann nĂŒtzt auch der Durchzug nichts, weil das bisschen Luftzug die Feuchtigkeit nie so schnell verdunsten lassen kann, wie es sich auf dem eiskalten MetalloberflĂ€chen bildet.

    Muss man leider so sagen. Auch ich musste mal ein Motorrad fĂŒr eine Zeit im Freien parken und kenne das Problem nur zu Gut.

    Versuch doch mal ein angelaufenes Bierglas nur durch Luftzug zu trocknen. ;) Erst wenn die Temperatur angeglichen ist verschwindet die Feuchtigkeit. so einfach ist das.

    Die einzigen "Planen" die wirklich funktionieren, sind die geschlossenen die reguliert sind.


    nette GrĂŒĂŸe, Wolfgang

  • #8

    Moin Jumock ,

    Meine steht in einen kleinen Gartenhaus. Dort habe ich an der Stinwand eine VA Klappe angebracht. Bei -10 Grad war auch dort eine kleine Feuchtigkeit. Also TagsĂŒber etwas lĂŒften. Oder halt bei trockenem Wetter ,fahren!!!.

  • #9

    Das wĂŒrde ich lassen. Jeder Motorlauf produziert eine Menge Wasser, der als Dampf aus dem Motor muss. Wird der Motor nicht komplett heiß, wird sich Wasser absetzen und kann Rost fördern. Mit einem relativ kurzen Motorlauf schadet man mehr, als es nutzt. Das Öl wird bei 10 Min Leerlauf nicht heiß und somit verbleibt das Wasser. Das auch insbesondere im Auspuffsystem.

    Die Überwinterung ist mehrfach beschrieben worden. Als Minimum wĂŒrde ich folgendes machen:

    Das Bike waschen. Ob der Tank randvoll zu fĂŒllen ist, ist vom Tank selbst abhĂ€ngig. Bei Stahltanks ist das ein Muss. Benzinstabilisator entsprechend der Spritmenge einfĂŒllen. Am besten das Bike nun trocken fahren und somit heiß laufen lassen. Das insbesondere, damit sich keine Wassernester irgendwo versteckt verbleiben können. Bike völlig kalt werden lassen und mit einem Bikekonservierer satt einsprĂŒhen. Bremsscheiben vorher abdecken. Ich wĂŒrde es draußen einsprĂŒhen, weil das Mittel zwar ganz gut riecht, aber man sollte es besser nicht einatmen. Steht das Bike in einer Garage trocken, keine Abdeckung verwenden. Batteriedauerlader anschließen.

    Das ist aber das Minimum und nur fĂŒr eine kurze Stilllegung ĂŒber einige Monate gedacht. Ob man das Öl vorher oder nachher wechselt, ist umstritten. Was den Rostansatz der Bremsscheiben angeht, so solltest du mal frĂŒhere Bremsscheiben aus Grauguss anschauen. Die rosten schon nach drei Tagen. Das mach in aller Regel auch nichts, denn die erste Bremsung schleift das wieder ab. Mich stört da schon eher der Rost an der (schwimmenden) Befestigung der Scheiben selbst. Denn das schleift sich nicht ab und ölen darf man da so ohne Weiteres auch nicht.

    Ob man das Bike aufbocken und so die Reifen entlasten sollte, ist nach meiner Info nicht mehr so wichtig. Bei alten GĂŒrtelreifen war das mal wichtig. Dennoch kann man das gerne tun.

    Im FrĂŒhjahr den Konservierer mit einem Motorradreiniger grĂŒndlich abwaschen. Daher ist es auch egal, ob das Bike Staub angesammelt hat. Auch noch verbliebener Dreck ist nun schön aufgeweicht und das Bike wird leicht sauber. Ich habe mehrere Bikes so ĂŒberwintern lassen und sogar leichter Rostansatz an Schrauben lĂ€sst der Konservierer wieder verschwinden. Zudem gelangt das an Stellen, wo man nicht so einfach ran kommt. Dem Aufdruck des Herstellers schadet er weder Kunststoff, Gummi noch Lack. Dennoch wĂŒrde ich Kunststoffteile aussparen, denn diese brauchen keine Konservierung.

    Mindestens kleiner Wartungsdienst durchfĂŒhren. Schmierung aller empfohlener Teile (nach Manual), Reifenkontrolle auf Fremdkörper mit Luftdruck, Kette pflegen usw.

    Wer aber ein Bike fĂŒr lĂ€ngere Zeit stilllegen will, muss deutlich mehr Aufwand treiben. FĂŒr die ĂŒbliche 4 monatige Winterpause halte ich den Aufwand fĂŒr ĂŒbertrieben, zumindest wenn ein trockener Abstellplatz verfĂŒgbar ist.


    PS: Wenn du abgestandenen Sprit im Kraftstoffsystem fĂŒrchtest, so hat deine XSR keine dafĂŒr anfĂ€lligen Vergaser mehr, sondern eine Einspritzung. Dann darfst du gerne zwei, dreimal die ZĂŒndung einschalten, um den Sprit von der Pumpe (hörbar) umwĂ€lzen zu lassen. Nur eben nicht anlassen. Der Benzinzusatz sollte auch seine Arbeit tun. Es gibt ihn ĂŒberall da und kostet nicht viel.

    Zumindest in der Theorie macht es Sinn fĂŒr die Pause den besten Sprit zu tanken. Denn dieser enthĂ€lt keinen Ethanol. Ethanol ist Alkohol und bindet Wasser. Angeblich kann man sich dann auch die Spritstablisatoren sparen, da die hochwertigen Benzinsorten diesen bereits enthalten. FĂŒr die besagten 4 Monate sollte das aber nicht elementar wichtig sein, kann aber nicht schaden.


    Noch was - Nach der Winterpause ist weniger die Technik gefĂ€hrdet, sondern der Fahrer. Wie ich selbst feststellen durfte, unterschĂ€tzt man das eigene Können gewaltig. Auch weil zum FrĂŒhjahrstart die meist noch frischen Temperaturen das Reifengummi nur langsam warm werden lassen, wie die Reifen und Bremse auch wegen Konserviererreste erst griffig werden mĂŒssen. Oft ist noch Dreck auf der Straße und man muss seine eigene Physis wieder an das Bike gewöhnen. Das unterschĂ€tzt man sehr leicht. Also unbedingt langsam und auch allein angehen lassen.

    Aktuell: Yamaha XSR 900 Metal Garage, Royal Enfield Himalayan, Indian Scout Bobber
    FrĂŒher: Kreidler RS, Honda CB 50, Honda CB 250N, BMW R 45, Suzuki GSX 750EF, Suzuki GSX-R 750R, BMW R 1100 RS, BMW F 650, BMW K 1200 RS Yamaha R1, Yamaha FZS 600 Fazer, Yamaha FZS 1000 Fazer und Skyteam 125 (das war ein Ausrutscher).

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