Kosten Jahresinspektion

  • #91

    Wie viele km fährst du denn im Jahr? Das hängt wohl etwas davon ab, was beim letzten Service alles gemacht wurde und was dann nächstes Jahr ggf. auch gemacht werden muss, weil es beim letzten nicht gemacht wurde.


    Was den jährlichen Ölwechsel angeht, hängt auch stark von deinem Fahrverhalten ab. Sagen wir mal du fährst 2500 km im Jahr und eher im unteren und mittleren Drehzahlbereich, dann wird es auch noch in Ordnung sein, dass Öl nur alle 2 Jahre zu wechseln. Bist du aber jemand, der den Motor auch gerne mal Richtung Drehzahlbegrenzer ausdreht, dann würde ich auch bei 2500 km im Jahr jährlich das Öl wechseln. Bei Öl, dass stark beansprucht wird, sollen sich die Additive mit der Zeit schneller zersetzen, wodurch sich die Eigenschaften des Öls mit der Zeit verschlechtern, selbst wenn das Motorrad anschließend nur rumsteht.

  • #92

    Ich hätte noch Garantie bis nächstes Jahr, aber werde erst wieder zu der 10.000er Inspektion in die Werkstatt gehn.

    Das könnte dieses Jahr noch passieren, aber sonst strebe ich keinen fixen jährlichen Kundendienst an.


    Letztes Jahr habe ich mit der Rückrufaktion zusammen einen KD gemacht, da wurde Bremsflüssigkeit usw. gewechselt und dann sollte es auch alle 2 Jahre oder nach Kilometer gut sein.


    Öl habe ich dieses Jahr selbst gewechselt und werde ich auch jährlich machen, ich fahr genügend Kilometer.

    Nach dem Rest (Bremsbeläge, Kette, ...) schaut man sowieso immer mal wieder.

  • #93

    Ich mach so im Schnitt 1000- 2000 km im Jahr hätte ich gesagt... bin eher der Schönwetterfahrer und mache keine grossen Touren.

    Die Kosten für den Jahresservice sind erschreckend hoch, musste ich gestern wieder feststellen, weshalb ich mit dem Gedanken spiele, nach Ende der Garantiezeit nur noch alle 2 Jahre in die Werkstatt zu fahren.

  • #94

    Welchen negativen Effekt sollen hohe Drehzahlen denn aufs Motoröl haben?

  • #95

    Alle zwei Jahre ist völlig okay, da musst Du Dich nicht bekloppt machen lassen.

  • #96

    Ist ein Japaner, da ist selbst das Motoröl ne Lifetime Füllung 😜

    Meine Nachbarn sind auch so drauf... Die musste ich quasi überreden nach 2-3 Jahren endlich mal das Öl und Filter zu wechseln ( CBR 600 und 'ne 800er Suzi) Wenn die Garantie eh futsch ist, kann man Öl und Filter doch auch ganz easy selbst wechseln. Ob man das bei 1000 KM pro Jahr im Chill Modus machen muss... Denke da würde ich es mir eventuell auch sparen und etwas rauszögern, ist auch besser für die Umwelt :D

  • #98

    Thermische Beanspruchung und Scherwirkung. Bei modernen Motorölen werden unterschiedlichste Zusatzstoffe beigemengt, die unterschiedlichste Funktionen haben und in Summe eine gute Schmierung des Motors in unterschiedlichsten Betriebszuständen über einen möglichst langen Zeitraum gewährleisten sollen. Nachdem was ich gelesen und so wie ich es verstanden habe sind diese Zusatzstoffe empfindlich gegenüber thermischer und mechanischer Beanspruchung, sodass die Molekülketten bei starker Beanspruchung aufbrechen können und ggf. andere Verbindungen eingehen. Die Eigenschaften vom Öl verändern sich dadurch allmählich mit der Zeit. Es altert quasi. Das ist ein schleichender Prozess, der sich wohl, einmal angestoßen, auch im Stillstand langsam fortsetzt aber eben hauptsächlich durch starke thermische und mechanische Beanspruchung beschleunigt wird.

  • #99

    Das ist Alles richtig, ich will wirklich nicht Molekül im Motorradgetriebe sein, das tut richtig weh. Die Scherkräfte schneiden diese langen Moleküle durch. Aber: Im Öl sind Additive, die diese Moleküle zum Teil "heilen" können. Und auch richtig, das Öl wird immer schlechter. Allerdings dauert es schon recht lange, bis das Öl zu schlecht ist.


    Auf der Strasse wird man das Öl in zwei Jahren auch bei robuster Fahrweise nicht "mechanisch" so kaputt bekommen, dass der Motor leidet. Es sei, man macht aus jeder Ampel einen GP-Start (das erklärt dann auch, warum die Reifen so schnell abgefahren sind). Und was die Temperaturen angeht: Im Stau bekommt das Öl deutlich mehr thermischen Stress als bei schneller Fahrt.


    Ich hab Rennstreckenkumpels, die Motoren mit um 50.000 Rennstreckenkilometern mit Minimalstpfege (Ölwechsel alle 10.000 km, also nach 3 bis 5 Jahren) zerlegt haben und die Getriebe sahen aus wie neu.


    Für ein Strassenmoped wird man immer auf der sicheren Seite sein, wenn man ausserhalb der Garantie die streckenbezogenen Ölwechselintervalle einhält.


    Da ists so wie immer: Die Ölhersteller wollen gerne verkaufen (wobei: Wer vertraut einem Ölhersteller, der sagt das ach so tolle Öl ist nur ein Jahr gut, danach schlecht?) die Mopedhersteller Gewährleistung vermeiden, in der Werkstatt Umsatz machen. Es liegt in Aller Interesse, viel Umsatz zu machen. Auch wenns technisch nicht notwendig ist.


    Würde unsere Motorradjournallie die Öl-und Mopedhersteller mal so richtig in die Zsnge nehmen, ob ihre Produkte wirklich so schlecht sind, dass man da permanent rumwechsel muss, ob die uns wirklich so einen liederlichen Dreck verkaufen, da würden wir ganz Anderes zu hören bekommen.


    Wahrscheinlich werden auf den Märkten im globalen Süden die gleichen Fahrzeuge und Öle mit komplett anderen Botschaften verkauft, da eher Langlebigkeit, lange Serviceintervalle usw. ...

  • Hey,

    dir scheint die Diskussion zu gefallen, aber du bist nicht angemeldet.

    Wenn du ein Konto eröffnest merken wir uns deinen Lesefortschritt und bringen dich dorthin zurück. Zudem können wir dich per E-Mail über neue Beiträge informieren. Dadurch verpasst du nichts mehr.


    Jetzt anmelden!